| Griechenland hat eine eigene, Frankreich auch, Italien und die Türkei sowieso – und egal wo in Europa, die Anisée ist stets Ausdruck mediterraner Lebensfreude. Grundsätzlich muss der charakteristische Geschmack von Anis, Sternanis und Fenchel dominieren, was den Zuckergehalt und Zugabe von verfeinernden Kräutern angeht, variieren die Rezepturen von Land zu Land recht deutlich. Der griechische Ouzo ist beispielsweise völlig klar, kaum gesüßt und damit recht herb, der italienische Sambuca hingegen wartet mit Süßholzextrakten und einem extrem hohen Zuckergehalt auf. Getrunken werden sämtliche Aniseés sowohl pur als auch mit Eiswasser verdünnt. Hierbei tritt der sogenannte „Louche-Effekt“ auf, das heißt die Mischung verfärbt sich weiß. Verantwortlich dafür sind die im Anis enthaltenen ätherischen Öle, die sich nicht mit dem Wasser verbinden und so die milchige Trübung hervorrufen. |

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